Der Kreuzberg

Suchen sie nach dem schönsten Fleck in Unterkirchberg – dann sollten sie entweder von der Kirche St. Martin die wenigen Stufen im nördlichen Bereich zum Kreuzberg nutzen – oder -von der Illerstraße aus die Treppen zur Kirche hochsteigen. Nach 107 Stufen stehen sie vor einer von der Gemeinde aufgestellten Informationstafel mit der Überschrift „Kreuzberg“. Darunter ist zu lesen:

-          Standort der frühmittelalterlichen Burg

-          Kreuzweganlage aus dem Jahre 1900

-          Bildstöcke mit den 14 Stationen des Kreuzweges Jesu

-          Gipfelkreuz und Lourdesgrotte mit der Gottesmutter Maria

-          Ein Ort der Besinnung und des Gebets

-          Eigentum der Realgemeinde Unterkirchberg

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Berg, auf dem einst eine Burganlage (vermutlich dem ursprünglichen Sitz der Grafen Kirchberg) stand, ungenutzt. Der öde und verwahrloste Hügel war dem Unterkirchberger Pfarrer Sebastian Anton Höpfel ein Dorn im Auge, er beabsichtigte auf dem Hügel einen Kreuzweg anzulegen und entwarf dafür die entsprechenden Pläne. Eifrige Unterstützung fand er bei dem Dorfschullehrer Mattes. Für seine Pläne gewann er auch die Zustimmung der Unterkirchberger Realgemeinde, die Eigentümer des Berges war und noch ist.

Im September 1898 wurde auf dem höchsten Punkt des Berges ein Feldkreuz aufgestellt. Alsbald begann man mit den Arbeiten an der Lourdesgrotte, die mit Tropfsteinen aus Zwiefaltendorf verziert wurden. An der Grotte wurde eine Muttergottes-Statue aus der Werkstatt des Reutlinger Bildhauers Lämle aufgestllt.

Die Errichtung der 14 Bildstöcke wurde im Frühjahr 1899 in Angriff genommen.

Im Juni 1899 starb überraschend Pfarrer Höpfel nur wenige Tage vor der Errichtung des Stationen. Am Pfingstmontag, den 4. Juni 1900 wurde mit Pfarrer Wiedmann der Kreuzberg mit der Lourdesgrotte eingeweiht. An der Einweihung beteiligte sich der Dekan aus Ulm, die Pfarrer aus Wiblingen, Illerrieden und Oberkirchberg und vielen Besuchern aus nah und fern.

Ein schöner Fleck Erde mit prächtigem Ausblick wurde hiermit geschaffen.

Was um 1900 alles geleistet wurde hat sich durchgezogen bis heute. Für den laufenden Unterhalt sorgten früher, und tun es auch heute noch, Bürger der Gemeinde im Ehrenamt. Der kleine Park glänzt vom Frühjahr bis in die letzten Herbsttage und ist ein Ort der Ruhe, der Besinnung und des Gebets.

Im Mai 2000 fand bei prächtigem Wetter die 100-Jahrfeier mit einem Festtagsgottesdienst auf dem Kreuzberg statt. Die morgendlichen Sonnenstrahlen brachten das Kreuz auf dem Gipfel des Berges und die Grotte so richtig zur Geltung.

Folgender Satz, der bei Einweihung des Kreuzbergs gesprochen wurden, soll hier noch erwähnt werden:

Jeder, der seine Schritte hierher lenkt, wird es nicht bereuen. Wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, geh’ zur Muttergottesgrotte und hol’ Dir Hilfe her.

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