Pilgerreise nach Israel

Die Pilgerreise im Januar 2017 führte uns quer durchs Heilige Land - nach Arad, Masada, Jerusalem, Nazareth, Bethlehem, See Genezareth, Haifa, Tel Aviv … fotografische Eindrücke sind geblieben.

Aus unserer westlich geprägten Sicht- und Denkweise scheint eine friedliche Lösung des örtlichen Konflikts als geradezu banal, vor Ort merkt man schnell, dass die Situation dort nicht auf zwei Konfliktparteien reduziert werden kann. Israel ist im Inneren und nach außen ein Schmelztiegel von Interessenskonflikten. Eigentlich gibt es hier keine „zwei Seiten“, sondern unendlich viele. Und immer, wenn man den nachvollziehbaren Standpunkt einer „Seite“ hört, wird man im nächsten Gespräch, eine ebenso nachvollziehbare Argumentation der Gegenseite hören. Und mit jedem Argument wächst die Hochachtung für die Menschen, die sich hier mit Lösungswegen befassen.

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Tag 1 - 25.01.2017

Flughafen Tel Aviv Ben-Gurion

Der Flughafen Ben-Gurion in Tel Aviv ist Israels wichtigster und größter Flughafen. Benannt wurde der Flughafen im Jahr 1975 nach dem ersten Ministerpräsidenten Israels, David Ben Gurion.

Arad

Die Kleinstadt Arad zählt derzeit ca. 25.000 Einwohner und liegt etwa 25 km westlich des Toten Meeres 600 m ü. NN.

Israel – Fakten

Israel ist ein Staat in Vorderasien, mit ca. 6,6 Millionen Einwohnern, an der südöstlichen Mittelmeerküste, der an den Libanon, Syrien, Jordanien, das Westjordanland, Ägypten und den Gazastreifen grenzt. Im Gegensatz zu seinen arabischen Nachbarstaaten ist Israel ein stabiler freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat. Die Hauptstadt und größte Stadt ist Jerusalem, das größte Ballungszentrum ist Tel Aviv. Das Gebiet Israels innerhalb der sogenannten „Grünen Linie“, der Waffenstillstandslinie von 1949, beträgt 20.991 km², davon sind 98 % Landfläche und 2 % Wasserfläche. Das entspricht etwa der Größe Hessens. Durch das Jerusalemgesetz von 1980 und dem Anschluss der Golanhöhen 1981 hat Israel aus israelischer Sicht einen Flächenzuwachs von 1389 km² erhalten. In der Länge misst das Land von Norden bis Süden 470 km. An seiner breitesten Stelle misst das Land 135 km, an der schmalsten nur 15 km. Trotz der Größe des Landes und der verschiedenen klimatischen Bedingungen in den einzelnen Landesteilen, weist Israel eine große Landschaftsvielfalt auf. Dabei reicht die Pflanzenwelt von der fruchtbaren Vegetation in Teilen des Nordens bis zu einigen Oasen im Süden. In Israel wachsen seit jeher Olivenbäume, Eichen, Feigenbäume und Johannisbrotbäume. In den 1950er Jahren hat man in Israel mit der systematischen Anpflanzung von Nadelwäldern, vor allem aus Aleppo-Kiefer und Mittelmeer-Zypresse, und Obstplantagen begonnen. Insgesamt wurden bis jetzt mehr als 240 Mio. Bäume gepflanzt. Heute sind etwa 3 % der Fläche Israels bewaldet. Durch seine Lage zwischen Wüstengebieten und mediterranen Wäldern hat Israel auch eine sehr vielfältige Tierwelt. Negev-Wüste Die Negev-Wüste – das hebräische Wort „Negev“ bedeutet so viel wie „trocken“ – erstreckt sich von Eilat im Süden über das zentrale Mitzpe Ramon bis hin nach Beerscheba im Norden. Das 12.000 km2 große Dreieck fand bereits im Alten Testament Erwähnung und bis heute verbergen sich in seinen kargen Kraterlandschaften, Plätze ungeahnter Schönheit - antike Stätten, Oasen sowie kleinere und größere Naturwunder.

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Tag 2 - 26.01.2017

Kamel

Das Kamel, aufgrund seiner schwankenden Gangart auch „Schiff der Wüste“ genannt, ist ein Symbol der Wüste und als Fortbewegungsmittel sehr geschätzt.

Judäische Wüste

Die Wüste wird auch als „Krippe des Monotheismus“ betitelt – Monotheismus bezeichnet Religionen bzw. philosophische Lehren, die einen allumfassenden Gott kennen und anerkennen. Die judäische Wüste wird von den Bergen Judäas im Westen und dem Toten Meer im Osten begrenzt. Sie ist mit 1.500 km2 eine relativ kleine Wüste, beherbergt jedoch viele faszinierende Naturschutzgebiete, historische Orte, Klöster und urzeitliche Panoramen, die sie zu einem aufregenden und einzigartigen Ort machen. Die judäische Wüste, angrenzend an die Wüste Negev, ist voll von atemberaubenden Ausblicken, die sich ständig ändern. Berge, Felswände und Kalkhügel stehen entlang von Hochebenen, Flussbetten und tiefen Canyons. Die Wüste wird von mehreren Flüssen durchzogen, die Canyons von bis zu 500 Metern Tiefe geschaffen haben. Einige dieser Flüsse führen das ganze Jahr hindurch Wasser und bilden Oasen. Die antiken Felswände an der Ostseite der Wüste ragen 300 m über der Küste des Toten Meeres in die Höhe und Naturschutzgebiete wie En Gedi und Einot Zukim liegen zu ihren Füßen. Die judäische Wüste liegt nahe bei Jerusalem und ist relativ spärlich und nur in den Randlagen besiedelt. Durch ihre zerklüftete Landschaft diente sie als Zufluchtsort und Versteck für Rebellen und Zeloten, sowie als Ort der Einsamkeit und Abgeschiedenheit für Mönche und Einsiedler. Während der byzantinischen Zeit vor etwa 1500 Jahren lebte dort ein besonderer Mönchsorden, der als Laura bekannt war und ein Leben in totaler Abgeschiedenheit und Einsamkeit führte. Die prachtvollen Klöster, die den Mönchen dieses Ordens gehörten, befanden sich in den Felswänden und -spalten, mit kleinen, persönlichen Kammern und Kuppeln für allgemeine Zusammenkünfte während der Tage und für das Gebet. Während der Zeit des großen Aufstandes gegen Rom wurde die letzte Schlacht der Zeloten in Masada ausgetragen, und während der Zeit des zweiten Tempels lebten Mitglieder des judäischen Wüstenkultes hier. Vor mehreren Jahrzehnten wurden die Schriftrollen vom Toten Meer, die in einer Höhle in Qumran versteckt waren, entdeckt, die Licht auf die Bibel und auf die Zeit warfen, in der sie geschrieben wurden.

Masada Nationalpark

Masada wurde im Jahr 2001 von der UNESCO in die Reihe der Stätten des Weltkulturerbes aufgenommen; darin kommt der besondere universale Wert Masadas und der Wunsch zum Ausdruck, diesen historischen Ort im Interesse der gesamten Menschheit zu bewahren. Masada, die letzte Zufluchtsstätte jüdischer Freiheitskämpfer gegen die römische Armee, symbolisiert den gewaltsamen Untergang Judäas am Ende der Zeit des Zweiten Tempels. Der architektonische Komplex von Masada war von dem judäischen König Herodes zu einem Burgpalast, einer Festung, im frührömischen Stil des Nahen Ostens ausgebaut worden. Neben dem Tempelberg in Jerusalem und dem Herodium südlich davon, ist dieses das dritte Zeugnis römischer Monumental-Baukunst, erbaut 37-31 v. Chr. Dieser Ort war von Herodes aus strategischen Gründen gewählt worden, er sollte Herodes als Zufluchtsort vor seinen jüdischen Feinden und Kleopatra dienen. Doch weder die eine noch die andere Bedrohung wurde jemals wahr. Herodes war nur ein einziges Mal dort – nicht flüchtend. Die römischen Feldlager und Befestigungsanlagen am Fuße des Berges von Masada und eine gewaltige künstliche Belagerungsrampe stellen das vollständige römische Belagerungssystem dar, das sich bis in die Gegenwart hinein erhalten hat. Masada steht als Symbol jüdischer Kulturidentität und in universaler Weise als Zeichen des steten Kampfes von Menschen gegen Unterdrückung, und für Freiheit. Das Ende Masadas als Festung zeichnet sich durch ein tragisches Ereignis aus. Im Jahr 66 n. Chr., der Aufstand gegen die Römer war voll entbrannt, übernahmen und verschanzten sich jüdische Rebellen unter der Führung von Eleasar Ben Jair in der Festung. Diese Gruppe gehörte den Zeloten, einer radikalen jüdischen Partei, die Jerusalem wegen innerjüdischer Meinungsverschiedenheiten verließen, an. Sechs Jahre verbrachten sie dort unbehelligt, doch das Römische Heer gab keine Ruhe. Im Jahr 72 n. Chr., zwei Jahre nach dem Fall Jerusalems, ließ der Statthalter Flavius, die Zehnte Legion gegen die, in jeglicher Hinsicht unterlegenen, jüdischen Rebellen aufmarschieren. Erst durch eine achtmonatige Belagerungszeit, in der ein 4,5 km langer Außenwall mit acht Militärlagern und eine Rampe von Landesseite errichtet worden war, boten sich den Römern die Voraussetzungen für eine Eroberung. Aber erst der massive Angriff brachte sichtbaren Erfolg. In dieser ausweglosen Lage, am ersten Tag des Pessachfestes, beschlossen sie den kollektiven Mord, um nicht in die Hände des Feindes zu fallen. Alles wurde verbrannt, bis auf die Lebensmittel, um zu zeigen, dass sie nicht verhungert waren. Nach Überlieferung des jüdischen Geschichtsschreibers Joseph Flavius, überlebten zwei Frauen und fünf Kinder, die sich in einer Wasserleitung versteckt haben sollen und so dem Tod entkamen. Aus Ehrfurcht vor der Ehrentat, soll der römische Befehlshaber diesen Frauen und Kindern die Freiheit geschenkt haben. Die Masadabahn ist die am tiefsten gelegene Seilbahn der Welt und verläuft nahezu vollständig unterhalb des Meeresspiegels, denn die Bergstation, knapp unterhalb des Gipfelplateaus, liegt nur 33 m ü. NN, wohingegen die Talstation 257 m u. NN liegt. Die Bahn verbindet die auf dem Plateau gelegenen Ruinen der um 30 v. Chr. nach zehnjähriger Bauzeit fertiggestellten Festung mit einer weiter östlich gelegenen Talstation.

Klima

Die Länder des östlichen Mittelmeerraums leiden unter stetem Wassermangel. Der Kampf um das Wasser ist eine der wesentlichen Ursachen für die Konflikte in der Region. An den schmalen, intensiv bewässerten Küstenstreifen werden vor allem Zitrusfrüchte geerntet. Westlich der Anhöhen fällt Winterregen. Die höheren, teils verkarsteten Bergrücken und Hochflächen sind nur dürftige Weidegebiete. Das Klima in Israel wird durch seine Lage zwischen der subtropischen Trockenheit der Sahara und der arabischen Wüsten einerseits, sowie der subtropischen Feuchtigkeit der Levante „Osten und das Morgenland“ andererseits, bestimmt. Obwohl Israel ein sehr kleines Land ist, hat es mehrere Klimazonen. Das Klima ist von der Entfernung zum Mittelmeer, von der Höhe und der geographischen Breite abhängig. Im Norden gemäßigt und bewaldet, ist Israel im Süden heiß und wüst. Insgesamt sind 50 % des Landes Steppe und Wüste, wobei die Negev-Wüste die größte Klimazone darstellt. An der Küste zum Mittelmeer herrscht das subtropische Mittelmeerklima, das sich durch trockene, heiße Sommer und regenreiche, milde Winter auszeichnet.

Landwirtschaft (Obst- und Gemüseanbau) in Israel

Obwohl das Land zu einem großen Teil aus Wüste besteht, ist Israel zum landwirtschaftlichen Großproduzenten geworden. Forscher haben die klimatischen Nachteile zu einem standortbedingten Vorteil gewendet. Die israelische Landwirtschaft produziert insbesondere Molkerei- und Geflügelerzeugnisse sowie ein vielfältiges Angebot an Blumen, Obst und Gemüse. Während der Wintermonate ist Israel das „Gewächshaus Europas“ und exportiert Rosen, Nelken, Melonen, Tomaten, Gurken, Paprika, Erdbeeren, Kiwis, Mangos, Bananen, Granatäpfel, Avocados und ein breites Angebot an Zitrusfrüchten. Israels wichtigster Agrarexport sind Zitronen und Jaffa-Orangen. Der traditionelle israelische Weinbau lässt sich bis in die biblischen Zeiten zurückführen. Heute ist Israel der weltweit größte Produzent von koscherem Wein. Kennzeichnend für diese besondere Weinsorte ist, dass die Trauben erst ab dem vierten Jahr geerntet werden, die Erntegeräte unter Aufsicht eines Rabbiners gesäubert werden und ein kleiner Teil des Weines verschenkt werden muss.

Anemonen

Es ist eines der größten Naturschauspiele in Israel: Millionen von Anemonen, vorzugsweise in leuchtendem Rot, erobern die hügeligen Flächen zwischen Tel Aviv und Beer Sheva. Mancherorts stehen sie so dicht, dass sie einem königlich roten Teppich gleichen.

Totes Meer

Das Tote Meer ist mit ca. 425 m u.NN der tiefste Punkt der Erdoberfläche und liegt südlich von Masada. Die Entstehung des Toten Meeres geht auf plattentektonische Aktivitäten zurück, die den ostafrikanischen Grabenbruch prägen. So bewegen sich die asiatische und die afrikanische Platte am Toten Meer und entlang des gesamten Jordanbeckens. Dabei schieben sie sich pro Jahr vier Millimeter in die entgegengesetzte Richtung, weshalb die Region auch immer wieder von Erdbeben heimgesucht wird. Ursprünglich war die Gegend von einem Ozean bedeckt. Durch Aktivitäten im Erdinneren kam es zu Hebungen, die das heutige Festland zum Vorschein brachten und die natürlichen Voraussetzungen für die tiefe Senke schafften. Im Laufe der Zeit entstanden an der Stelle des Toten Meeres verschiedene Seen, die in ihren Dimensionen weitaus größer waren aber immer wieder verschwanden. Die Reste des Sees Lisan, welcher der letzte dieser großen Seen war, bildeten schließlich das Tote Meer. Seinen Namen hat es durch den hohen, lebensfeindlichen Salz- und Mineraliengehalt. Doch biologisch gesehen ist das Tote Meer nicht abgestorben, es existieren verschiedene Mikroorganismen, also Bakterien, und manche Pflanzen mit großer Salztoleranz. Dazu kommen noch Pflanzen und Fische, die sich im Zuflussbereich von Süßwasser aufhalten. Gespeist wird das Tote Meer hauptsächlich durch den Jordan. Die Zuflussmenge entspricht normalerweise der Verdunstungsmenge; so gibt es auch keinen Abfluss. In den letzten zehn Jahren sank der Wasserspiegel jedoch um rund 12 m – eine Folge der stark erhöhten Wasserentnahme entlang des Jordan für landwirtschaftliche Zwecke sowie zur Trinkwassergewinnung. Die Salzkonzentration von ca. 30 %, die den üblichen Salzgehalt eines Meeres um das Neunfache übersteigt, ergibt sich aus der Wasserverdunstung über Jahrtausende hinweg. Die Gesamtfläche des nördlichen Beckens beträgt 810 km2, die sich über eine Nord-Süd-Ausdehnung von 67 km, sowie einer Breite von 18 km erstreckt. Die maximale Tiefe beträgt 380 m. Im südlichen Teil des Toten Meeres werden Salz und Mineralien zur industriellen Weiterverarbeitung im großen Stil gewonnen. Über mehrere Quadratkilometer wird Salz abgebaut, indem das Wasser in Parzellen verdunstet und dann maschinell abgebaut und weiterverarbeitet wird.

Senklöcher

Das erste Senkloch am Toten Meer entdeckten Anwohner in den 80er-Jahren. Seither kommen jährlich ca. 500 neue Senklöcher hinzu, die bis zu 20 m tief sein können. Schuld ist der Kampf ums Wasser. Die Trichter entstehen, da der Wasserspiegel des Toten Meeres sinkt. Das Salzwasser weicht zurück, Süßwasser aus den Bergen dringt nach und erodiert die unterirdische Salzschicht. So entstehen Hohlräume, über denen die Oberfläche einstürzt – sogenannte Senklöcher.

Jerusalem – erster Eindruck / Blick vom Skopusberg

Der "Skopus" ist ein 834 Meter hoher Berg im nordöstlichen Jerusalem. Von hier aus hat man einen guten Blick nach Südwesten auf die ganze Stadt Jerusalem und nach Osten über die Wüste von Juda bis zum Jordan. Der Name "Skopus" (schauen, spähen) bedeutet "Berg der Wache". Seit 1925 befinden sich auf dem Berg die Hebräische Universität von Jerusalem und ein großes Krankenhaus. Als strategisch wichtiger Punkt diente der Berg in vielen Kriegen als Aufmarschgebiet der Angreifer. Anders als der Rest von Ostjerusalem wurde der Berg Skopus während des Unabhängigkeitskrieges im Jahr 1948 von den Israelis gehalten. Er war deshalb bis ins Jahr 1967 eine israelische Exklave auf jordanischem Gebiet.

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Tag 3 - 27.01.2017

Jerusalem

Das zentral gelegene Jerusalem ist seit 1950 die Hauptstadt Israels und mit rund 930.000 Einwohnern die größte Stadt des jüdischen Staates. Sie wurde nachweislich um 1800 v. Chr. erstmals erwähnt und ist heute Sitz des israelischen Präsidenten. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Hügel der Judäischen Berge in Höhen zwischen 600 und 800 m ü. NN.

Jerusalem gilt als die gläubigste Stadt des Heiligen Landes. Sie ist geprägt von Kulturen der Antike und Moderne und den drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Das historische Zentrum ist die Altstadt mit zahlreichen Bauwerken der religiösen Vergangenheit und Gegenwart. Sie ist in das Muslimische Viertel im Nordosten der Altstadt, das Christliche im Nordwesten, das Armenische im Südwesten und das Jüdische im Südosten gegliedert und wird von der historischen Stadtmauer umgeben. Um in die Altstadt Jerusalems zu gelangen, ist eines der historischen Stadttore – wie etwa das Damaskustor, das Goldene Tor, das Herodestor, das Jaffator oder das Zionstor – zu durchschreiten.

Das Kidrontal, ist ein kleines Tal, das den Tempelberg und die Altstadt von Jerusalem im Westen und den Ölberg im Osten voneinander trennt und in einem Bogen durch die Wüste Juda bis ans Tote Meer verläuft. Jüdischen Überlieferungen zur Folge, liegt im Kidrontal der Platz des kommenden Jüngsten Gerichts, daher auch der Name Höllental.

Der Ecce-Homo-Bogen ist der große Mittelbogen eines dreibogigen Tores aus römischer Zeit. Die Namensgebung „Ecce Homo“ (dt.: Siehe, der Mensch) geschah in dem Glauben, dass dieser Bogen die Stelle markiert, wo Pilatus vor der Volksmenge zu dem verhörten Jesus Christus gesagt hat: „Ecce homo“.

Als Hadrian 135 nach Christus Jerusalem neugestaltete, schuf er ein Forum und ließ dabei das dreibogige Tor in der Mitte des Pflasters als Denkmal seines Sieges stehen. Das Tor war fast 19 m breit. Der mittlere Hauptdurchgang, den man heute von der Straße aus sieht, hatte eine Weite von 5 m und eine Höhe von 8 m. Der mit Fenstern versehene Durchgang, den man heute über dem Tor sieht, stammt aus osmanischer Zeit.

Gefängnis Jesus

Westlich des Ecce-Homo-Bogens, an der Via Dolorosa, befindet sich ein griechisch-orthodoxes Kloster. Die in Fels eingeschlagenen Höhlen oder Grotten im Kellergewölbe wurden Überlieferungen zufolge als Gefängnisse benutzt. Die griechischen Mönche deuten diese Höhlen als das Gefängnis von Jesus und das Gefängnis von Barabbas, also das sogenannte Prätorium.

Via Dolorosa

Die Via Dolorosa „der schmerzhafte Weg “ ist ein nach dem Leidensweg Jesu von Nazareth benannter Prozessionsweg in Jerusalem. Er führt über mehrere Straßen an 14 Stationen entlang. Nach der Überlieferung ist die Via Dolorosa jene Straße, die zur Zeit des Todes Jesu vom Amtssitz des römischen Stadthalters Pontius Pilatus zur Hinrichtungsstätte am Hügel Golgota führte.
Vor Beginn des Kreuzweges steht die romanische St. Anna-Kirche, erbaut im 12. Jahrhundert an der Stelle einer byzantinischen Vorgängerkirche, die im Jahr 614 von den Persern zerstört wurde. Im rechten Seitenschiff führt ein Abgang zu einer unterirdischen Grotte, an der die Geburtsstätte Marias, der Mutter Jesu von Nazareth, verehrt wird.

Grabeskirche

Die als Grabeskirche oder Kirche vom Heiligen Grab bezeichnete Kirche liegt in der Altstadt Jerusalems und wird von orthodoxen Christen auch als Auferstehungskirche bezeichnet. An dieser Stelle soll Überlieferungen zufolge die Kreuzigung Jesus stattgefunden haben und sich auch dessen Grab befinden.

Berg Zion

Der Berg Zion wird auch als Stelle der Mutterkirche bezeichnet. Der Name bezieht sich auf den Zion, der ursprünglich eine Turmburg der Jebusiter, dann die Stadt Davids und von da aus die ganze Tempelstadt Jerusalem bezeichnete. Er wurde auf einen anderen Hügel Jerusalems übertragen und blieb dafür erhalten, da man dort seit dem Mittelalter die Davidsstadt des Altertums vermutete. Der heutige Berg Zion ist nicht mit dem biblischen Ort Zion und dem Tempelberg identisch. Auf ihm liegen die Dormitio-Abtei, das Davidsgrab, der katholische Friedhof mit dem Grab von Oskar Schindler, das Essener-Tor und weitere historische Stätten.

Saal des letzten Abendmahls / Jüdisches Grab Davids

Der als Abendmahlssaal bezeichnete Ort ist ein kleiner, zweistöckiger Bau innerhalb eines größeren Gebäudekomplexes auf dem Zionsberg. Das Obergeschoss ist von den Franziskanern im 14. Jahrhundert in Erinnerung an das Letzte Abendmahl Jesu errichtet worden. Der Abendmahlssaal wird auch mit dem „Obergemach“ identifiziert, in dem am Pfingstfest die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu erfolgte. Der Raum im Erdgeschoss unter dem Abendmahlssaal enthält ein Kenotaph (Scheingrab), das seit dem 12. Jahrhundert als „Grab König Davids“ bekannt ist – obwohl die Begräbnisstätte des Königs dem biblischen Bericht zufolge in der „Davidstadt“ auf dem Ophel-Hügel lag. Unter dem heutigen Fußboden des Abendmahlssaals finden sich ältere Fundamente aus der Kreuzfahrerzeit, der byzantinischen und sogar römischen Epoche. Einige Umstände deuteten darauf hin, dass es sich bei dem Gebäude ursprünglich um eine Synagoge gehandelt hat.
Die im 12. Jahrhundert von den Kreuzfahrern errichtete St. Marien-Kirche und das dazugehörige Kloster standen dann auf den Fundamenten dieser älteren Basilika.

Dormitio-Abtei

Die Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion ist das Stammkloster der benediktinischen Gemeinschaft. Markant ragen der Glockenturm und die bleigedeckte Kuppel der Dormitio Basilika über den Zion und prägen aus verschiedenen Himmelsrichtungen die Skyline der Jerusalemer Altstadt. Alle Mönche legen, unabhängig von ihrem Lebens- und Einsatzort, ihre Profess auf die Dormitio ab. In der Dormitio-Basilika, der Abtei-Kirche, sitzt der Abt als der Obere der gesamten Gemeinschaft.

Erlöserkirche

Die Erlöserkirche steht inmitten der Jerusalemer Altstadt, südlich der Grabeskirche. Sie wurde 1883 auf dem Grundriss der mittelalterlichen Kirche „Santa Maria Latina“ errichtet, zwei Meter über deren Bodenniveau.

Johanneskirche

Die Johanneskirche ist ein Kirchengebäude im südlichen Teil des Muristan, im Zentrum der Altstadt von Jerusalem. In der Kirche wird ein Teil des Schädelknochens von Johannes dem Täufer als Reliquie verehrt. Die heutige Kirche wurde 1170 über den byzantinischen Ruinen errichtet. Die Kirche wird als Mutterkirche der englischen Johanniter angesehen und von der griechisch-orthodoxen Kirche genutzt. Die tiefer gelegene Krypta ist nur von außerhalb der Kirche zu erreichen. Diese stammt aus dem 5. Jahrhundert und ist ein Steingewölbe. An der Wand hängt ein Bildnis der Gründerin Kaiserin Eudocia, die durch ihre zahlreichen Kirchengründungen manchmal als „zweite St. Helena“ bezeichnet wird.

Große Synagoge in Jerusalem

In der König-Georg-Straße 58 befindet sich die nicht zu übersehende "Große Synagoge" von Jerusalem. Sie ist ein Bethaus für orthodoxe Juden. 1982 wurde die neue Synagoge mit ihren 1.400 Sitzplätzen eingeweiht. 850 Männer und 550 Frauen finden hierin Platz. Der Architekt, Dr. Alexander Friedman, entwarf den Bau in Anlehnung an den jüdischen Tempel, der einst auf dem Tempelberg stand.

Schabbat

Schabbat, der wöchentlich wiederkehrende jüdische Feiertag, wird von Christen gerne mit den Gepflogenheiten eines westlichen Sonntags gleichgesetzt. Im Judentum ist der Schabbat der siebte Tag der Woche, an dem geruht und keine Arbeit verrichtet werden soll. Er beginnt am Freitag nach Sonnenuntergang und endet mit dem Sonnenuntergang am Samstag. Das bedeutet, dass im westlichen Teil Jerusalems jeden Freitag mit Einbruch der Dunkelheit jedes jüdisches Restaurant, jeder Supermarkt und jeder Einzelhandel geschlossen hat. Es fährt kein Bus und die Straßenbahn steht im Depot. Jeder Jude soll sich an diesem Tag wie ein König fühlen.

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