Tag 3 - 27.01.2017

Jerusalem

Das zentral gelegene Jerusalem ist seit 1950 die Hauptstadt Israels und mit rund 930.000 Einwohnern die größte Stadt des jüdischen Staates. Sie wurde nachweislich um 1800 v. Chr. erstmals erwähnt und ist heute Sitz des israelischen Präsidenten. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Hügel der Judäischen Berge in Höhen zwischen 600 und 800 m ü. NN.

Jerusalem gilt als die gläubigste Stadt des Heiligen Landes. Sie ist geprägt von Kulturen der Antike und Moderne und den drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Das historische Zentrum ist die Altstadt mit zahlreichen Bauwerken der religiösen Vergangenheit und Gegenwart. Sie ist in das Muslimische Viertel im Nordosten der Altstadt, das Christliche im Nordwesten, das Armenische im Südwesten und das Jüdische im Südosten gegliedert und wird von der historischen Stadtmauer umgeben. Um in die Altstadt Jerusalems zu gelangen, ist eines der historischen Stadttore – wie etwa das Damaskustor, das Goldene Tor, das Herodestor, das Jaffator oder das Zionstor – zu durchschreiten.

Das Kidrontal, ist ein kleines Tal, das den Tempelberg und die Altstadt von Jerusalem im Westen und den Ölberg im Osten voneinander trennt und in einem Bogen durch die Wüste Juda bis ans Tote Meer verläuft. Jüdischen Überlieferungen zur Folge, liegt im Kidrontal der Platz des kommenden Jüngsten Gerichts, daher auch der Name Höllental.

Der Ecce-Homo-Bogen ist der große Mittelbogen eines dreibogigen Tores aus römischer Zeit. Die Namensgebung „Ecce Homo“ (dt.: Siehe, der Mensch) geschah in dem Glauben, dass dieser Bogen die Stelle markiert, wo Pilatus vor der Volksmenge zu dem verhörten Jesus Christus gesagt hat: „Ecce homo“.

Als Hadrian 135 nach Christus Jerusalem neugestaltete, schuf er ein Forum und ließ dabei das dreibogige Tor in der Mitte des Pflasters als Denkmal seines Sieges stehen. Das Tor war fast 19 m breit. Der mittlere Hauptdurchgang, den man heute von der Straße aus sieht, hatte eine Weite von 5 m und eine Höhe von 8 m. Der mit Fenstern versehene Durchgang, den man heute über dem Tor sieht, stammt aus osmanischer Zeit.

Gefängnis Jesus

Westlich des Ecce-Homo-Bogens, an der Via Dolorosa, befindet sich ein griechisch-orthodoxes Kloster. Die in Fels eingeschlagenen Höhlen oder Grotten im Kellergewölbe wurden Überlieferungen zufolge als Gefängnisse benutzt. Die griechischen Mönche deuten diese Höhlen als das Gefängnis von Jesus und das Gefängnis von Barabbas, also das sogenannte Prätorium.

Via Dolorosa

Die Via Dolorosa „der schmerzhafte Weg “ ist ein nach dem Leidensweg Jesu von Nazareth benannter Prozessionsweg in Jerusalem. Er führt über mehrere Straßen an 14 Stationen entlang. Nach der Überlieferung ist die Via Dolorosa jene Straße, die zur Zeit des Todes Jesu vom Amtssitz des römischen Stadthalters Pontius Pilatus zur Hinrichtungsstätte am Hügel Golgota führte.
Vor Beginn des Kreuzweges steht die romanische St. Anna-Kirche, erbaut im 12. Jahrhundert an der Stelle einer byzantinischen Vorgängerkirche, die im Jahr 614 von den Persern zerstört wurde. Im rechten Seitenschiff führt ein Abgang zu einer unterirdischen Grotte, an der die Geburtsstätte Marias, der Mutter Jesu von Nazareth, verehrt wird.

Grabeskirche

Die als Grabeskirche oder Kirche vom Heiligen Grab bezeichnete Kirche liegt in der Altstadt Jerusalems und wird von orthodoxen Christen auch als Auferstehungskirche bezeichnet. An dieser Stelle soll Überlieferungen zufolge die Kreuzigung Jesus stattgefunden haben und sich auch dessen Grab befinden.

Berg Zion

Der Berg Zion wird auch als Stelle der Mutterkirche bezeichnet. Der Name bezieht sich auf den Zion, der ursprünglich eine Turmburg der Jebusiter, dann die Stadt Davids und von da aus die ganze Tempelstadt Jerusalem bezeichnete. Er wurde auf einen anderen Hügel Jerusalems übertragen und blieb dafür erhalten, da man dort seit dem Mittelalter die Davidsstadt des Altertums vermutete. Der heutige Berg Zion ist nicht mit dem biblischen Ort Zion und dem Tempelberg identisch. Auf ihm liegen die Dormitio-Abtei, das Davidsgrab, der katholische Friedhof mit dem Grab von Oskar Schindler, das Essener-Tor und weitere historische Stätten.

Saal des letzten Abendmahls / Jüdisches Grab Davids

Der als Abendmahlssaal bezeichnete Ort ist ein kleiner, zweistöckiger Bau innerhalb eines größeren Gebäudekomplexes auf dem Zionsberg. Das Obergeschoss ist von den Franziskanern im 14. Jahrhundert in Erinnerung an das Letzte Abendmahl Jesu errichtet worden. Der Abendmahlssaal wird auch mit dem „Obergemach“ identifiziert, in dem am Pfingstfest die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu erfolgte. Der Raum im Erdgeschoss unter dem Abendmahlssaal enthält ein Kenotaph (Scheingrab), das seit dem 12. Jahrhundert als „Grab König Davids“ bekannt ist – obwohl die Begräbnisstätte des Königs dem biblischen Bericht zufolge in der „Davidstadt“ auf dem Ophel-Hügel lag. Unter dem heutigen Fußboden des Abendmahlssaals finden sich ältere Fundamente aus der Kreuzfahrerzeit, der byzantinischen und sogar römischen Epoche. Einige Umstände deuteten darauf hin, dass es sich bei dem Gebäude ursprünglich um eine Synagoge gehandelt hat.
Die im 12. Jahrhundert von den Kreuzfahrern errichtete St. Marien-Kirche und das dazugehörige Kloster standen dann auf den Fundamenten dieser älteren Basilika.

Dormitio-Abtei

Die Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion ist das Stammkloster der benediktinischen Gemeinschaft. Markant ragen der Glockenturm und die bleigedeckte Kuppel der Dormitio Basilika über den Zion und prägen aus verschiedenen Himmelsrichtungen die Skyline der Jerusalemer Altstadt. Alle Mönche legen, unabhängig von ihrem Lebens- und Einsatzort, ihre Profess auf die Dormitio ab. In der Dormitio-Basilika, der Abtei-Kirche, sitzt der Abt als der Obere der gesamten Gemeinschaft.

Erlöserkirche

Die Erlöserkirche steht inmitten der Jerusalemer Altstadt, südlich der Grabeskirche. Sie wurde 1883 auf dem Grundriss der mittelalterlichen Kirche „Santa Maria Latina“ errichtet, zwei Meter über deren Bodenniveau.

Johanneskirche

Die Johanneskirche ist ein Kirchengebäude im südlichen Teil des Muristan, im Zentrum der Altstadt von Jerusalem. In der Kirche wird ein Teil des Schädelknochens von Johannes dem Täufer als Reliquie verehrt. Die heutige Kirche wurde 1170 über den byzantinischen Ruinen errichtet. Die Kirche wird als Mutterkirche der englischen Johanniter angesehen und von der griechisch-orthodoxen Kirche genutzt. Die tiefer gelegene Krypta ist nur von außerhalb der Kirche zu erreichen. Diese stammt aus dem 5. Jahrhundert und ist ein Steingewölbe. An der Wand hängt ein Bildnis der Gründerin Kaiserin Eudocia, die durch ihre zahlreichen Kirchengründungen manchmal als „zweite St. Helena“ bezeichnet wird.

Große Synagoge in Jerusalem

In der König-Georg-Straße 58 befindet sich die nicht zu übersehende "Große Synagoge" von Jerusalem. Sie ist ein Bethaus für orthodoxe Juden. 1982 wurde die neue Synagoge mit ihren 1.400 Sitzplätzen eingeweiht. 850 Männer und 550 Frauen finden hierin Platz. Der Architekt, Dr. Alexander Friedman, entwarf den Bau in Anlehnung an den jüdischen Tempel, der einst auf dem Tempelberg stand.

Schabbat

Schabbat, der wöchentlich wiederkehrende jüdische Feiertag, wird von Christen gerne mit den Gepflogenheiten eines westlichen Sonntags gleichgesetzt. Im Judentum ist der Schabbat der siebte Tag der Woche, an dem geruht und keine Arbeit verrichtet werden soll. Er beginnt am Freitag nach Sonnenuntergang und endet mit dem Sonnenuntergang am Samstag. Das bedeutet, dass im westlichen Teil Jerusalems jeden Freitag mit Einbruch der Dunkelheit jedes jüdisches Restaurant, jeder Supermarkt und jeder Einzelhandel geschlossen hat. Es fährt kein Bus und die Straßenbahn steht im Depot. Jeder Jude soll sich an diesem Tag wie ein König fühlen.

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