Tag 4 - 28.01.2017

Bethlehem

Die Stadt Bethlehem, mit nahezu 30.000 Einwohnern, liegt an der uralten Straße von Jerusalem nach Hebron und gehört zu den palästinensischen Autonomiegebieten nördlich angrenzend an Jerusalem. Heute ist diese Straße nur über einen israelischen Checkpoint passierbar, eine schmale Lücke in der acht Meter hohen Mauer, die die Stadt seit 2002 einschließt. Diese Mauer wird als israelische Sperranlage bezeichnet, ist etwa 759 Kilometer lang und wurde im Jahr 2014 auch von Papst Franziskus besucht. Sie ist die Grenzlinie zwischen Israel und dem Westjordanland. Die Absperrung verläuft zum überwiegenden Teil auf dem Territorium des Westjordanlandes. Für Touristen ist es ein kurzer Zwischenstopp, für viele Palästinenser ein unüberwindbares Hindernis. Bethlehem - ein Ort, an dem verschiedene Religionen nebeneinander, aber nicht miteinander leben.

Hirtenfelder

Unweit von Bethlehem in östlicher Richtung in Beit Sahur befinden sich die Hirtenfelder, vielmehr eine schöne Kapelle und ein kleines Areal, auf dem der Überlieferung nach den anwesenden Hirten die Geburt Jesu verkündet worden ist. Die Kapelle wurde 1953/54 über einer altertümlichen Grotte in Form eines Zeltes errichtet und wird von den römisch-katholischen Franziskanern verwaltet. Auch die Orthodoxen Christen sind hier vertreten – mit einer unterirdischen Kirche links von der Kapelle. Dort sollen Gräber von drei Hirten sein, denen die Weihnachtsbotschaft verkündet worden ist. Gedenktafeln erinnern an die Verkündigung der Weihnachtsbotschaft.

Katharinenkirche/Geburtsgrotte

Links, direkt an die Geburtskirche angebaut, befindet sich die 1881 von den Franziskanern an Stelle einer früheren Kirche neu errichtete Katharinenkirche mit einem Kreuzgang und dem Casa-Nova Komplex. Die Kirche ist der heiligen Katharina von Alexandria geweiht. Über eine Treppe gelangt man zum nördlichen Teil des Grottensystems, in dem sich die Gräber des hl. Hieronymus, der hl. Paula und der hl. Eustochium befinden. Die Gebeine der Heiligen wurden im 15. Jahrhundert nach Rom in die Basilika Santa Maria Maggiore gebracht. Über eine Verbindungstür gelangt man direkt in die Geburtsgrotte, diese wird jedoch nur zu religiösen Anlässen wie an Weihnachten oder bei den Prozessionen der Franziskaner geöffnet.

Olivenbaum

Olivenbäume sind für die Bewohner Israels seit Jahrtausenden Teil ihrer Kultur; sie sind Lebensgrundlage und Grundnahrungsmittel. Der Zweig des Olivenbaumes gilt für Juden, Muslime und Christen als Symbol des Friedens. Das handgepresste Öl der Oliven, das im Gegensatz zu maschinell gepresstem Öl, rein und weniger bitter im Geschmack ist, dient zum Beispiel als Grundlage für ein palästinensisches Frühstück – Brot mit Olivenöl, gemahlene Thymiansaat, Oliven und Aprikosenmarmelade.

Faten Mukarker

Faten Mukarker ist eine palästinensische Friedensaktivistin, Reiseleiterin und Autorin des Buches „Leben zwischen Grenzen“. Sie ist griechisch-orthodoxe Christin, ist in Bonn aufgewachsen und kehrte als 20-Jährige nach Palästina zurück, um zu heiraten. Faten lebt in Beit Jala und hat zwei Söhne und zwei Töchter.

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