Tag 5 - 29.01.2017

Die Stadt Davids (Ausgrabungsstelle)

Die Davidsstadt ist der älteste besiedelte Teil Jerusalems und die wichtigste archäologische Fundstelle des biblischen Jerusalems. Sie liegt auf einem schmalen Höhenrücken südlich des Tempelberges, außerhalb der heutigen Stadtmauer.

Ölberg

Östlich des Tempelbergs erhebt sich der Ölberg. Der 809 m hohe Hügel zählt zu den bedeutenden Orten im Juden- und Christentum sowie im Islam. Er ist auf der zu Jerusalem geneigten Seite fast vollflächig mit jüdischen Gräbern bedeckt. Am Hang selbst und auf der Anhöhe befinden sich verschiedene Kirchen. Auf der Rückseite des Ölbergs gelangt man zum Grab des Lazarus. Die Bezeichnung Ölberg wird vorwiegend im Deutschen gebraucht. Ansonsten ist Olivenberg gängig, was der ursprünglichen Verwendung als Olivenplantage nahekommt. Am Fuß des Ölbergs liegt der Garten Gethsemaneh.

Friedhof - jüdische Bestattungskultur

Zum jüdischen Begräbnis gehört, dass die Ruhefrist auf dem jüdischen Friedhof unbegrenzt ist. Dem Sterbenden wird eine besondere Hochachtung entgegengebracht. Er darf nicht berührt werden. Ist der Tod eingetreten, bleibt der Tote so wie er ist im Raum liegen. Ihm werden die Augen geschlossen und das Gesicht mit einem weißen Tuch bedeckt. Die Totenwache beginnt mit einer Kerze, die neben seinem Haupt angezündet wird. Das brennende Licht weist auf die Seele hin, die sich noch im Raum aufhält. Noch einmal wird mit dem Verstorbenen zusammen gebetet. Danach werden die Fenster geöffnet, damit die Seele den Leib verlassen kann. Während der jüdischen Trauerzeit wird dem vom Schmerz ergriffenen Menschen sehr viel nachgesehen. Er ist in dem Zeitraum zwischen dem Tod und dem Begräbnis von allen religiösen Verpflichtungen entbunden, um in Ruhe und mit Aufmerksamkeit die Vorbereitungen für die bald bevorstehende Beerdigung treffen zu können. Der Friedhof wird im jüdischen Volksmund „Haus des ewigen Lebens“, „Haus der Ewigkeit“ oder auch nur „guter Ort“ genannt. Der Verstorbene sollte innerhalb von 24 Stunden, spätestens nach 3 Tagen beerdigt werden. Die Verstorbenen werden auf dem Rücken mit den Füßen Richtung Jerusalem begraben, um aufzustehen und in Richtung Jerusalem gehen zu können; der Weg zum jüngsten Gericht. Nach dem Begräbnis beginnt die Woche der tiefsten Trauer. Mit dem ersten Stärkungsmahl, dem Erquickungsmahl, das die Nachbarn für das Trauerhaus bereiten, beginnt das siebentägige Schiwa-Sitzen. In dieser Trauerzeit sitzen die Dazugekommenen auf niedrigen Hockern oder, wie ursprünglich, schuhlos auf dem Boden. Das Haus wird von den Trauernden nicht verlassen; die Nachbarn und Bekannten kommen, um zu kondolieren.
Eine Begräbnisstätte in Jerusalem hat eine besondere Bedeutung, da bei der Ankunft des Messias die dort Beerdigten zuerst auferstehen würden.

Heilige Messe in Dominus Flevit

Mittelalterliche Pilger identifizierten in der Nähe der heutigen Kapelle Dominus Flevit „Der Herr weinte“ den Ort, an dem Jesus der Bibel nach über die Stadt Jerusalem weinte. Bereits im Jahr 1881 wurde das Gelände durch die Franziskaner erworben.

Passionsweg (Palmsonntagsweg)

Der Palmsonntagsweg beginnt in Bethphage, führt an den Gräberfeldern des Ölbergs vorbei und endet im Garten Gethsemane, dem Ort, an dem die Soldaten Jesus vor seiner Kreuzigung festnahmen und anschließend nach Jerusalem abführten. Es ist dieser Weg, den Jesus der Überlieferung nach bei seinem Einzug in Jerusalem genommen hat.
Garten Gethsemane/Kirche aller Nationen
Der Garten Gethsemane befindet sich am Fuß des Ölbergs. Gethsemane ist griechisch und heißt übersetzt Olivenpresse. Demnach könnte auf diesem Fleckchen Erde zu Jesu Zeiten eine kleine Olivenbaum-Plantage gewesen sein. Bei dem Garten befindet sich die Kirche der Nationen oder Todesangstbasilika genannt. Die Kirche der Nationen ist ein römisch-katholischer Sakralbau und wurde zwischen 1919 und 1924 mit Geldern aus zwölf Nationen erbaut; daher auch der Name. Das jeweilige Wappen der beteiligten Länder ist in einer eigenen Sektion an der Decke der Kirche zu finden. Die dreischiffige Kirche hat die klassische Basilika-Form ohne Turm, aber zwölf Kuppeln, die für die zwölf Apostel stehen, die von sechs rotbraunen Säulen als Symbol für die Ölbäume getragen werden. Der Innenraum ist, passend zum Thema Todesangst, verhältnismäßig düster. Der Altar steht vor dem Felsen, auf dem Jesus gebetet haben soll, und ist mit einem Gitter umgeben, das an die Dornenkrone erinnert.

Yad Vashem

Yad Vashem ist „Israels zentrale Gedenkstätte für Holocaust und Heldentum“ in Jerusalem. Sie wurde 1953 eröffnet und liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums an den Hängen des „Berg des Gedenkens“. Ein neuer Museumsbau wurde im März 2005 eröffnet. Zentral ist das prismenförmige Hauptgebäude, das den Berg zu durchstoßen scheint, am Ende der Besichtigung jedoch einen freien Blick auf Jerusalem gewährt. Im Außengelände befinden sich mehrere Mahnmale.
Im „Tal der Gemeinden“ wird auf 107 Steinwänden der über 5.000 jüdischen Gemeinden, die während des Holocaust ganz oder teilweise vernichtet wurden, gedacht. Am Rand der Ebene hängt ein Eisenbahnwaggon – ein Güterwagen, in dem Juden in Ghettos und Konzentrationslager transportiert worden sind – über dem Abgrund. Im sogenannten „Erinnerungszelt“ brennt das ewige Feuer, dort wurde die Asche der Opfer beigesetzt. Ermordeten Kindern ist ebenfalls ein Mahnmal gewidmet – es erinnert an rund anderthalb Millionen jüdische Kinder. Und für alle Menschen, die ihr Leben eingesetzt haben, um Juden vor dem Tod zu retten, sind auf dem „Boulevard der Gerechten der Völker“ 2000 Bäume gepflanzt. Zu jedem ist ein Schild mit dem entsprechenden Namen dazugesetzt, unter anderem auch von Oskar und Emilie Schindler, deren Hilfstaten in „Schindlers Liste“ beispielhaft verfilmt wurden.

Lichterfahrt

Lichterfahrt durch die jüdisch-orthodoxen Viertel und um die beleuchtete Altstadtmauer Jerusalems.

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