Tag 6 - 30.01.2017

Tempelberg

Der Tempelberg ist ein Hochplateau in der Altstadt von Jerusalem, errichtet von Herodes vor rund 2000 Jahren; vorher Tempel Jahwes. Dieser Ort ist für die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und den Islam von besonderer Bedeutung und wird als der Ort, an dem sich Himmel und Erde treffen bezeichnet.
Felsendom
Der berühmte Felsendom auf dem Tempelberg in Jerusalem ist eines der größten Heiligtümer und das älteste erhaltene Bauwerk des Islam. Mit seiner goldenen Kuppel ist er weithin sichtbar und das markanteste Wahrzeichen von Jerusalem.
Im Gegensatz zu seinem Namen handelt es sich beim Felsendom weder um einen Dom noch um eine Moschee, sondern um einen Schrein. Die goldene Kuppel wurde über jenem Felsen errichtet, von dem aus der Prophet Mohammed dem islamischen Glauben zufolge seine Fahrt in den Himmel angetreten hat. Auch im Christentum hat dieser Felsendom Bedeutung und zwar als jene Stätte aus dem Alten Testament, auf der Abraham von Gott aufgefordert wurde, seinen Sohn Isaac zu opfern, um ihn auf die Probe zu stellen.
Der Bau des Felsendoms erfolgte auf Geheiß von Kalif Abd al-Malik, der auch die erste steinerne al Aksa-Moschee errichten ließ. Der prachtvolle achteckige Schrein wurde im Jahr 692 nach einer Bauzeit von 5 Jahren fertiggestellt und verschlang angeblich das Siebenfache der jährlichen Steuereinnahmen aus Ägypten. Seine unverwechselbare Kuppel ist 33 m hoch, hat einen Durchmesser von 26 m und ist mit vergoldeten Kupferplatten verkleidet. Auf der Kuppel thront eine knapp 4 m hohe vergoldete Mondsichel. 
Als im Jahr 1099 die Tempelritter in Jerusalem einfielen, waren sie von der Bauweise des Felsendoms so beeindruckt, dass sie ihn nicht zerstörten, sondern für ihre Zwecke als „Templum Domini“ - „Tempel des Herrn“, umnutzten. Nach der Rückeroberung Jerusalems durch Saladin ging der Felsendom 1194 wieder an die Muslime zurück. Während seines jahrhundertelangen Bestehens wurde er also niemals zerstört, sondern immer nur restauriert. Die farbenprächtige Fassade ist Sultan Suleyman dem Prächtigen zu verdanken, der die kunstvollen Muster im 16. Jahrhundert aus insgesamt 450.000 Kacheln anbringen ließ.
Im Inneren des Felsendoms wird der völlig naturbelassene Felsen, vom dem aus Mohammed in den Himmel aufgefahren sein soll, von 12 Pfeilern und 28 Säulen umrahmt. Der karge Fels bildet einen massiven Kontrast zu den prachtvollen Glasfenstern und Mosaiken, die das Innere des Felsendoms beherrschen und das Paradies darstellen sollen. Nach dem Glauben des Islam versammeln sich unter dem heiligen Felsen die Seelen der Toten zum Gebet.

Al-Aksa-Moschee

Die Jahrhunderte alte Al Aksa-Moschee auf dem berühmten Tempelberg in Jerusalem ist nicht nur die größte Moschee der Stadt, sondern stellt nach der al-Haram-Moschee in Mekka und der Prophetenmoschee in Medina die drittwichtigste heilige Stätte des Islam dar. „Al Aksa“ bedeutet übersetzt in etwa „Ferne Kultstätte“; die erste Moschee am heutigen Platz der Al Aksa ließ Kalif Umar ibn al-Chattab im Jahr 638 damals noch aus Holz errichten. Sein Nachfolger, Kalif Abd al-Malik, der im Jahr 692 auch den Bau des Felsendoms abschließen ließ, erbaute die erste steinerne Al Aksa-Moschee. Einigen ägyptischen Schriften zufolge wurde diese im Jahr 717 fertiggestellt.
Als 1099 die Kreuzritter Jerusalem eroberten, wurde die Moschee in einen Königspalast verwandelt und ausgebaut. Nach der Entstehung eines neuen Palastes in der Nähe des Davidsturms, überließ der damalige König Balduin II. 1119 einen Flügel der Moschee dem „Orden der armen Ritter Christi“, später besser bekannt als Tempelritter. 1187 wurde das Gebäude durch die Eroberung Jerusalems durch Saladin wieder zur Moschee und blieb dies gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Felsendom und dem Tempelviertel auch nach dem erneuten Fall der Stadt an die Kreuzfahrer.
An der heutigen Stelle der Al Aksa-Moschee stand zu biblischen Zeiten der Tempel Salomons, der zweite jüdische Tempel. Laut jüdischen Prophezeiungen wird der Messias wieder auf der Erde wandeln und die gesamte Welt regieren – und zwar im Tempel des Salomon in Jerusalem. Radikale jüdische Gruppen sprechen sich daher für einen Abriss der Al Aksa-Moschee aus, damit der Tempel wiedererrichtet werden kann.

Die Klage- oder Westmauer

Die Klage- oder Westmauer befindet sich in der Altstadt Jerusalems und ist eine der wichtigsten religiösen Stätten des Judentums. Es existieren mehrere Zugänge: aus dem jüdischen Viertel, aus dem arabischen und ein Zugang durch das Dungtor an der Ostseite der Altstadtmauer, an denen Sicherheitskontrollen stattfinden. Im Hebräischen wird dieser Ort übersetzt „Westliche Mauer“ und auf Hebräisch übersetzt „Mauer“ genannt, da sie für Juden kein Ort der Klage, sondern des Gebets ist.
Die Westmauer misst 48 m Breite und 18 m Höhe. Sie ist ein Ort des Gebets und stellt für viele Juden aus aller Welt ein Symbol des ewigen Bundes mit seinem Volk dar. Der Platz davor ist nach Geschlechtern durch einen Zaun getrennt; der Zugang für Männer ist links, der für die Frauen rechts. Diese Trennung richtet sich nach den Regeln des orthodoxen Judentums, wonach Frauen und Männer in der Synagoge getrennt sind. Im Allgemeinen wird nicht über oder durch den Zaun gesehen, nur während Bar Mizwa-Feierlichkeiten stehen die Frauen in ihrem Bereich auf Stühlen und begleiten die fröhliche Zeremonie und werfen Bonbons für die anwesenden Kinder.
Ursprünglich waren die Bereiche für Männer und Frauen annähernd gleich groß. Durch den Einsturz des Weges zum Tempelberg und der damit verbundenen Errichtung einer Behelfstreppe, musste der Bereich für Frauen um einen erheblichen Teil in der Breite reduziert werden. Da auch der Platz vor der Mauer als Synagoge gilt, müssen Männer und verheiratete Frauen eine Kopfbedeckung tragen. Traditionell werden Zettel mit ihren Gebeten oder Wünschen in die Ritzen der Mauer gesteckt. Diese werden zweimal pro Jahr eingesammelt und auf dem Ölberg beerdigt, denn da wo der Name Gottes darauf steht, das darf nach jüdischem Gesetz nicht verbrannt werden.

Bat Mizwa / Bar Mizwa

Jüdische Gemeinden nehmen Mädchen ab 12 Jahren und Jungen ab 13 Jahren als vollwertige Mitglieder in der Synagoge auf. Ein jüdisches Mädchen ist dann eine Bat Mizwa - der hebräische Ausdruck bedeutet „Tochter der Pflicht“. Ein jüdischer Junge wird ein Bar Mizwa - das heißt „Sohn der Pflicht“. Für Jungen und Mädchen gelten nun dieselben Rechte und Pflichten wie für die Erwachsenen. Jeder muss seinen Teil zum Gottesdienst und zur Gemeinde beitragen. Und jeder muss seinen Glauben und seine Fehler vor sich selbst, vor anderen und vor allem vor Gott selbst verantworten. Damit sind die Jugendlichen religionsmündig.
Als Zeichen seiner Mündigkeit darf der Junge den Gebetsriemen und -mantel tragen. Damit sind jedoch auch Pflichten verbunden. Die Gesetze der Torah müssen nun von dem vollwertigen Mitglied der Gemeinde befolgt werden. Je nach Land und Gemeinde gestaltet sich der Ablauf der Bar Mizwa unterschiedlich. Ihnen allen ist jedoch gemein, dass das Fest der Mündigkeit am Sabbat, dem Ruhetag der Juden, stattfindet. Das Fest beginnt mit einem Gottesdienst in der Synagoge, bei dem der Junge zeigt, was er im letzten Jahr gelernt hat. Dazu gehört auch eine Lesung aus der Torah.

Torah

Die Torah sind die fünf Bücher Mose, die wiederum in viele Abschnitte aufgeteilt sind. Das hebräische Wort Torah heißt übersetzt „Lehre oder Weisung“. Sie ist für Juden in aller Welt die Wurzel von Weisheit und Glauben. Da die Torah handgeschrieben wird, kann die Herstellung mehr als ein Jahr beanspruchen was auch die Hohen Kosten von umgerechnet mehr als 15.000 € erklärt. Gläubige Juden lesen an jedem Tag einen Abschnitt der Torah, die so aufgeteilt sind, dass am Ende des jüdischen Jahres die komplette Torah gelesen wurde.

Israel-Museum

Das Israel Museum zählt zu den weltweit führenden Kunst- und Archäologie-Museen und ist unangefochten das größte und bedeutendste Museum des Landes.
Im historischen Kontext ist das riesige Modell im Maßstab von 1:50 des antiken Jerusalems im Jahr 66 zu sehen. Damals brach der große Aufstand gegen die römische Herrschaft aus, der die Zerstörung des jüdischen Tempels und der Stadt im Jahre 70 zur Folge hatte. Das Modell des Zweiten Tempels wurde 1966 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Es entstand auf die Initiative von Hans Kroch, dem Besitzer des Holyland Hotels; er ließ es im Andenken an seinen Sohn Jacob errichten, der im Verlauf des israelischen Unabhängigkeitskriegs gefallen war.
Unter dem rundzeltähnlichen Dach des „Schrein des Buches“, das Teil des Israel-Museums ist, werden etwa zweihundert original Manuskripte und Kopien biblischer Bücher aufbewahrt, sie stellen damit weltweit die ältesten Zeugen biblischer Texte dar. Die im Jahr 1947 in den Höhlen von Qumran in der judäischen Wüste, nahe des Toten Meers, ausgegrabenen Schriftrollen, allen voran das Buch Jesaja, bieten wertvolle Einblicke in die jüdische Geschichte der Antike und in den historischen Kontext der Entwicklung des Christentums.

Jericho

Jericho ist eine Stadt im Palästinensischen Autonomiegebiet am Westufer des Jordans und ist mit ihrer Lage von 250 unter dem Meeresspiegel, die tiefst gelegene Stadt der Welt. Sie ist etwa 4 km von der jordanischen Grenze im Osten entfernt und liegt etwa 8 Kilometer nördlich des Toten Meers. Die heutige Einwohnerzahl beträgt etwa 22.000. Jericho nennt sich zwar „älteste Stadt der Welt“, doch sind erste Stadtmauern erst etwa 2000 Jahre nach der ersten Besiedlung belegt. Für jüdische und christliche Pilger war Jericho die letzte Station vor dem beschwerlichen Anstieg nach Jerusalem. Die Stadt liegt in der Jordansenke und diente wegen ihres warmen Mikroklimas den Herrschern Jerusalems als Aufenthaltsort im Winter.

Jesreel (Yisreel)-Tal

Das weite Jesreel (Yisreel)-Tal, durchflossen vom Kishon-Fluß, bildet die Grenze zwischen Galiläa im Norden und Samaria. Schon vor 2000 Jahren nutzten die Menschen den fruchtbaren Boden. Nach der Vertreibung der Juden verwandelte es sich in eine gefürchtete, malariaverseuchte Sumpflandschaft. Nach dem Befreiungskrieg wurde es wieder kultiviert und gilt heute als eine der fruchtbarsten Flächen des Landes.
Kana, Ort wo Wasser zu Wein verwandelt wurde
Kana muss vor 2000 Jahren eine blühende Stadt gewesen sein, denn bei Ausgrabungen wurden die Überreste einer Synagoge, ein Hof und ein Mosaikboden entdeckt. Vermutungen lassen den unbestätigten Schluss zu, dass an diesem Ort eine jüdisch-christliche Gemeinde existierte. Byzantiner und Kreuzfahrer errichteten an diesem Ort Kirchen. Im Jahr 1551 wurde eine griechisch-orthodoxe Kirche errichtet, welche durch einen anderen Kirchenbau im Jahr 1886 ersetzt wurde. Zu den Beweggründen für diesen Ersatz ist nichts überliefert, doch fünf Jahre zuvor war die heutige Hochzeitskirche auf den Überresten fertiggestellt worden. Es ist nach der Bibel der erste Ort, an dem Jesus ein Wunder vollbracht hat. Während einer Hochzeitsfeier wurde die feiernde Gesellschaft betrübt, weil kein Wein mehr vorhanden war. Jesus, in Anwesenheit seiner Mutter und der Jünger, vollbrachte daraufhin sein erstes Wunder und verwandelte Wasser in Wein.

Nazareth

Nazareth ist eine Stadt im Nordbezirk Israels in der historischen Landschaft Galiläa. Bis zum 7. Jahrhundert lebten hier Juden. Die Kreuzfahrer errichteten an der Stelle der von Konstantin erbauten byzantinischen Kirche eine große franziskanische Basilika. Seit dem Mittelalter war die Stadt vorwiegend von arabischen Christen bewohnt. Nazareth ist mit seinen ca. 65.000 Einwohnern eine sehr alte Stadt und wird heute in erster Linie von Muslimen und Christen bewohnt. Die besondere Bedeutung dieses Ortes liegt bis heute darin, dass er für Christen als Heimatort und Vaterstadt Jesu gilt. Nach Darstellung der Evangelien lebten hier seine Eltern Maria und Josef. In Nazareth kam der Erzengel Gabriel zu Maria und kündigte ihr die Geburt des künftigen Erlösers an – die Verkündigung des Herrn.

Katholische Verkündigungsbasilika

Die katholische Verkündigungsbasilika – das größte christliche Sakralgebäude im Nahen Osten - ist über dem Ort gebaut, an dem gemäß biblischer Überlieferung der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria erschienen ist.
Das Bild, das die deutsche Interpretation der Jungfrau Maria zeigt, wurde 6 Wochen vor der deutschen Wiedervereinigung aufgehängt und zeigt ein Mädchen und einen Jungen mit der Gottesmutter Maria; diese Zeichnung steht noch für Ost- und West-Deutschland.

Zuckerbäcker Mahroum Nazareth

Seit 1890 wurden von Mahroum süße Grießkuchen (Semolina-Cakes) und Türkische Süßwarenspezialitäten produziert. Der Sohn des Bäckers Mahroum eröffnete 1977 die Zuckerbäckerei in Nazareth. Seitdem ist die Bäckerei mit ihren süßen Leckereien bei Einheimischen, aber besonders bei Touristen berühmt und beliebt. Baklava ist ein in Sirup aus eingekochtem Zuckerwasser eingelegtes Gebäck aus Blätter- bzw. Filoteig, gefüllt mit gehackten Walnüssen, Mandeln oder Pistazien.

 

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